Buffy of Sunnymount
07.03.1985 (19.03.1986) - 28.08.1999
Buffy war mein allerliebstes Hündchen. Er spielte für's Leben gerne und war ein fröhlicher, lachender, hüpfender und sehr verfressener Hund. Der Umgang mit ihm erforderte viel Feingefühl. Alle Jahre waren begleitet von meiner Sorge, dass er jemanden schnappen könnte. Buffy starb an Krebs im Alter von 14,5 Jahren.
Wie Buffy zu uns kam
Buffy wurde am 7.03.85 in Amerika (Florida), bei der Züchterin Leona Springer, geboren.
Dort kam er zu einer Verwandten der Züchterin in eine Familie mit Kindern. Leider fing der Hund bald an, nach den Kindern zu schnappen, weil diese (vermutlich nicht gerade hundegerecht) mit ihm spielten.
Also kam er wieder zurück zur Züchterin.
L. Springer spazierte dann ab und zu mit ihren Hunden und so verliebte sich eine Frau in Buffy, der inzwischen 5 Monate alt war. Sie kaufte ihn und während 2 Monaten lebte Buffy bei ihr. Sie bereitete alles vor, um ihn in die Schweiz zu ihren Eltern zu überführen. Er sollte ein Geschenk werden, damit ihre Eltern ein Hobby hätten.
Der Hund kam also im Herbst 1985 in der Schweiz an und obwohl die alten Leute (beide über 70 jährig) sehr gefallen an Buffy fanden, waren sie völlig überfordert von dem lebhaften Hund. Auch gaben sie ihm ein Guti um ihn zu besänftigen wenn er schnappte, so dass er dies immer häufiger tat. Schliesslich gab es noch etwas dafür.
Ruedi (mein damaliger Partner) war der Hausgärtner der Beiden und verliebte sich sofort in den hübschen, blonden American Cocker Spaniel. Als er erfuhr, dass der Hund weg sollte, übernahmen wir ihn am 19.03.86 mit gut 1-jährig. Nun war Hundeschule angesagt, denn Buffy schnappte sehr schmerzhaft und wir mussten es ihm abgewöhnen. Wir gingen zum Kynologen Urs Ochsenbein, der sein Wesen überprüfte. Es kam heraus, dass er sich vor den Händen und vor Kindern fürchtete. Zudem war er sehr selbstsicher und wusste, dass sein Jagdstoss Wirkung zeigte. (Jagdstoss = Schnappen/Beissen, wenn nur eine Seite durchgebissen ist.)
So war Buffy bei uns bereits am 5./6. Platz und es stand für mich fest, dass er bis zum Lebensende bei uns/mir sein wird, egal was kommen mag.
So habe ich es dann auch gehalten und hab es niemals bereut.
Das Leben mit Buffy
Ich nahm Buffy öfters zum Reiten mit. Er kam sehr gerne und machte mit beim Rennen mit den Pferden. Manchmal durfte er auch vorne drauf sitzen, was ihn sehr stolz machte.
Hund im Auto musste Hund immer Chef spielen. Wenn ich ausstieg, sass ganz klar ER hinter dem Lenkrad. Und wenn Ruedi mit dem Töff angefahren kam, durfte Buffy vorne drauf sitzen und ein Stück mitfahren um das Motorrad in die Garage zu stellen. Auch hier behnahm er sich so, als würde er selber den Töff fahren und wuchs ein zusätzliches Stück.
Tja - und es kam noch einiges....
So hat mir Buffy im Januar 1988, als ich ihn zum Spielen auffordern wollte und den Fehler beging ihn anzupusten, dermassen in die Nase gebissen, dass mir der Notarzt die Nasenspitze mit 10 Fäden wieder annähen musste. Alles ohne Narkose, weil Stress, Spritze kaputt, u.s.w. Hei hab ich da geschrien - mindestens eine Stunde lang. Später wurde ich sogar zum Liebling der Arztpraxis, weil der Arzt ein grosser Hundefan war und ich gleich zu Beginn sagte, dass es meine Schuld war und nicht diejenige des Hundes. Die Nase verheilte dann so gut, dass es keine weiteren Korrekturen mehr erforderte.
Die Versicherung musste noch zweimal für Fremdbisse bezahlen (1989-1991), einfach weil gewisse Leute nicht glauben wollten, dass der Hund zuschnappt und sie ihn deshalb nicht anfassen dürfen. "Mich hat noch nie ein Hund gebissen", oder "der doch nicht", etc.
Es kam der Tag und ich musste den Hund wegen Anzeige einer geschädigten Frau auf dem Polizeiposten vorführen. Doch die Polizisten lachten laut und sagten, dass ich wieder gehen könne mit meinem Plüschhund. Der beisse sicherlich niemanden.
Uff - Glück gehabt.
Es ist noch so vieles passiert all die Jahre. So ist Ruedi 1992 aus unserem Leben ausgeschieden und Stefan kam zu uns. Leider musste Stefan ebenfalls (1993) einen Jagdstoss in die Hand erleben. Sch.....! Passiert beim Spielen, als er Buffy an der Brust zurückstiess. Stefan hatte eine aufklaffende ca. 5 cm lange Wunde in der Innenhand und musste zur Notaufnahme im nächstgelegenen Spital. Seither war ihm das Herumbalgen mit dem Hund vergangen und er machte nur noch Ball- oder Stockspiele mit ihm.
Buffy war sehr mutig. So sprang er überall hinauf / hinunter, wenn ich es ihm befahl. So tauchte er auch nach Gegenständen die ich ins Wasser warf. Einfach Nase zu und tauchen bis er etwas hatte, auch wenn es ein Stein oder anderes Ding war.
Bis 1993 konnte ich den Hund zur Arbeit mitnehmen. Als ich dann meinen Job wechselte suchte ich eine Hundesitterin und fand auch bald "Ceminah", die sich bis zum Lebensende von Buffy jeden Tag um den Hund liebevoll kümmerte. Es waren ganze 7 Jahre und Buffy war inzwischen auch IHR Hund geworden. Sie liebte ihn auch sehr. Ceminah kam jeweils um ca. 12:00 h, mit weiteren Hunden und ging spazieren etc. Zwischen 16:00 h und 17:30 h lieferte sie s'Hündli wieder ab und so war gut gesorgt für ihn während ich meiner Arbeit nachging. Jeden Tag machte sie ein paar Notizen und Zeichnungen in das Tagebuch über die jeweiligen Erlebnisse. Ich habe alle Tagebücher aufbewahrt. Es ist amüsant, darin zu lesen. Buffy hat dann auch nur noch einmal einen alzheimer kranken Nachbarn geschnappt in all den Jahren. Und das nur, weil sich dieser angeschlichen und ihn von hinten gepackt hatte.
Zum 14. Geburtstag - von Ceminah:
Vor 14 Jährli - schnäll verbi, bisch es chlises Fläuschli gsi.....
Das wachst, wird gschiid und hübsch und - wau - erzverfrässe, das wird's au!
Frisst sich dur wächselvolli Jahr - mir gratuliered dem herzige Jubilar
Der Abschied
28.08.99, der Tag war gekommen, an dem ich meinen Buffy im hohen Alter wegen Krebs im Endstadium einschläfern lassen musste. Wir hatten, speziell in den letzten 7 Jahren, eine sehr enge Verbindung, konnten uns nur ansehen und wussten ohne Worte gegenseitig Bescheid. Ich sass dabei und hielt meine Hände um den Hund und wir (die Tierärztin, Stefan und ich ) warteten nach der Einschläferungsinjektion auf den Tod von "Buffy". Plötzlich spürte/hörte ich etwas wie ein Rauschen und Drehen und eine starke Energie zwängte sich schreiend, mit grosser Anstrengung, aus dem Körper des Hundes. Als diese Energie nach ca. 5 Sekunden draussen war, blieb sie genau neben meiner Schulter, direkt über dem Tier. Ich war ganz verblüfft und erschrocken darüber, konnte es nicht einordnen. Dann sagte die Tierärztin ich müsse nun die Hände wegnehmen, damit sie nachsehen könne ob der Tod eingetreten ist. Dann habe ich den Kontakt zu dieser Energie verloren.
Ja - auch Tiere überleben den Tod!
Buffy, der Hund, der mit Loyalität und unerschütterlichen Zuneigung an mir hing, der mich niemals verriet, der immer da war und mich liebte, ganz gleich wie ich in der Menschenwelt angesehen war.
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